Alpe-Adria-Regatta 2026 in Bled
Nach der bereits am Freitag (24.4.) erfolgten, überraschend verkehrsarmen Anreise präsentierte sich der Bleder See über das gesamte Wochenende bei frühsommerlichen Temperaturen von seiner besten Seite mit Windstille oder nur leichtem Mit- oder Gegenwind. Anders als in Österreich, wo bei der Qualifikation für die Finalläufe lediglich die Platzierung in den Vorläufen relevant ist, galt dies hier nur für die Vorlaufsieger (bzw. bei 8-12 startenden Booten die beiden Erstplatzierten der beiden Vorläufe), die sich direkt für das A-Finale qualifizierten – für die restliche Einteilung der Finalläufe wurden die Laufzeiten aus den Vorläufen herangezogen. Für die meisten Boote entsprachen die Vorläufe damit einem Time Trial.
Junioren-B-Doppelzweier (Jahrgang 2010/11, Wettkampfdistanz 1500 m)
Fidelio Balcz/Moritz Röser, die im Vorjahr noch in der Schülerklasse unterwegs waren, ruderten am Samstag bei 13 startenden Booten sowohl im Vorlauf am Morgen (3. Rang) als auch im B-Finale am Nachmittag jeweils ein ansprechendes Rennen, genossen allerdings das schöne Panorama in Bled während der Rennen zu sehr (sprich: „die Augen/Blicke waren nicht im Boot“), was v.a. im B-Finale ärgerlich war, in dem sie den Kampf um den 3. Rang um nur eine halbe Sekunde verloren. So blieb der 4. Rang bzw. der 10. Gesamtrang.
Am Sonntag gab es für Fidelio/Moritz bei etwas anderem Starterfeld mit 14 Booten wie am Samstag den 3. Rang im Vorlauf und den 4. Rang im B-Finale und damit den 10. Gesamtrang. Es war aber doch ein Fortschritt zu sehen, v.a. das Thema „Augen im Boot“ wurde von den beiden viel besser beherzigt…
Junioren-A-Einer (Jahrgang 2008/09, Wettkampfdistanz 2000 m)
Philipp Baaken-Buchrieser hatte während des Wintertrainings an einer Knieverletzung laboriert und sich danach eigentlich in Richtung Coastal Rowing orientiert, wollte aber auch zumindest eine Flachwasser-Regatta rudern, nachdem er in den letzten Wochen gut trainiert hatte. Am Samstag erreichte er bei 27 Startern im 4. von 6 Vorläufen den 4. Rang. Seine Zeit qualifizierte ihn für das D-Finale, in welchem er 5 Sekunden hinter dem Lokalmatador Patrik Tolar den 5. Rang und damit den 23. Gesamtrang erreichte. Sein Hauptproblem war einmal mehr nicht an seine Leistungsgrenze zu gehen und im Ziel das Gefühl zu haben, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre.
Am Sonntag klappte dies v.a. im Vorlauf besser – auch wenn das Starterfeld deutlich kleiner als am Vortag war (13 gemeldete bzw. 12 am Start erschienene Boote) und sicherlich auch nicht mehr die gleiche Qualität hatte, setzte Philipp mit einem 2. Rang im 2. von 3 Vorläufen ein Ausrufezeichen. Dabei verpasste er den Vorlaufsieg um nur knapp 1 Sekunde und qualifizierte sich mit der insgesamt viertbesten Laufzeit für das A-Finale! Dieses verlief v.a. auf den zweiten 500m nicht mehr ganz so gut, Philipp konnte dieses Mal aber zumindest den Bleder Patrik Tolar hinter sich lassen und erreichte den 5. Rang.
Schüler-Einer (Jahrgang 2012/13, Wettkampfdistanz 1000 m)
Nachdem er im Rahmen der ÖM 2025 sein erstes Einerrennen gerudert war, startete Christoph Baaken-Buchrieser in Bled seine erste komplette Einersaison, und das durchaus ansprechend. Bei 24 Startern ruderte Christoph im 4. der 4 Vorläufe dieses nur am Samstag ausgetragenen Rennens ein gutes Rennen und erreichte hinter dem späteren Bronzemedaillen-Gewinner Aleksander Antunovič (VK Ljubljanica) den 2. Rang mit der zehntbesten Gesamtzeit und qualifizierte sich für das B-Finale. In diesem bestätigte er seine Leistung vom Vorlauf und konnte den 3. Rang und damit den 9. Gesamtrang erreichen, wenn auch bei ihm das Thema „Augen ins Boot“ noch verbesserungsfähig ist….
Juniorinnen-B-Einer (Jahrgang 2010/11, Wettkampfdistanz 1500 m)
In diesem ebenfalls nur am Samstag ausgetragenen Rennen mit 14 Starterinnen erreichte Madeleine Stenzel im 2. der 3 Vorläufe hinter der späteren Siegerin des A-Finales Nina Buškin (Nautilus Koper) den 2. Rang mit der insgesamt zweitbesten Laufzeit und damit einen Platz im A-Finale. Dieses verlief auf den letzten 500 m etwas unglücklich: Nach 1000 m hinter Buškin auf dem 2. Rang liegend, konnte Madeleine dem Endspurt von Lia Sommeregger (Albatros Klagenfurt) nicht mehr genug entgegensetzen, auf der Innenbahn trat auch noch die Lokalmatadorin Olivia Plotnikova einen Super-Endspurt, den Madeleine leider zu sehr mitverfolgte (Thema „Augen nicht im Boot“) – schließlich verpasste sie leider die Bronzemedaille äußerst knapp (um 0,03 Sekunden!) und musste mit Rang 4 vorlieb nehmen.
Juniorinnen-A-Einer (Jahrgang 2008/09, Wettkampdistanz 2000 m)
Da am Sonntag das Einerrennen ihrer Altersklasse nicht auf dem Programm stand, ruderte Madeleine Stenzel in der nächsthöheren Altersklase mit. 14 Boote waren gemeldet, am Start erschienen nur 11. Im schweren 2. Vorlauf fühlte sich Madeleine müde, hatte schon beim Start das Gefühl, das in diesem Rennen „nichts geht“ und belegte gut 16 Sekunden hinter der drittplatzierten Lia Sommeregger (Albatros Klagenfurt) den 4. Platz. Im B-Finale ging es schon wieder etwas besser, nur noch gut 6 Sekunden hinter Sommeregger erreichte Madeleine den 2. Rang und damit den 8. Gesamtrang.
Schülerinnen-Einer (Jahrgang 2012/13, Wettkampfdistanz 1000 m)
In diesem nur am Sonntag ausgetragenen Rennen mit 13 Starterinnen lieferte Leyla Scherer-Özcan eine weitere Talentprobe ab. Die auch noch im nächsten Jahr in dieser Altersklasse startende Wikingerin ruderte einen guten Vorlauf und erreichte den 2. Rang. Etwas ärgerlich war dabei nur, dass Leyla mit der insgesamt siebtbesten Laufzeit das A-Finale um nur 0,21 Sekunden verpasste! Im B-Finale kam es zu einem sehr spannenden Endspurt: 150 m vor dem Ziel lag Lucie Nader (Wiking Linz) noch deutlich erkennbar vor Leyla an der 1. Stelle, allerdings kam diese ihr Schlag für Schlag näher. Im Ziel waren die Zehntelsekunden dieses Mal auf Leylas Seite – sie gewann das B-Finale um 0,34 Sekunden und erreichte somit den 7. Gesamtrang.
Ergebnisse:
Samstag: Vormittag / Nachmittag
Sonntag: Vormittag / Nachmittag