, Thomas Böhler

Kompletter Medaillensatz bei der Vienna International Rowing Regatta 2026

Bei einer im wahrsten Sinne des Wortes „heißen“ VIRR am 27. und 28. Juni war der RV Wiking mit 8 Athleten vertreten – Medaillen-Ausbeute: Gold, Silber und Bronze.

Die Wettervorhersage hatte für den Raum Wien eines der heißesten Wochenenden seit Beginn von Temperaturaufzeichnungen prophezeit, weshalb der Regattaveranstalter dankenswerterweise sowohl versuchte so gut es die Umstände erlaubten Gelegenheiten zum Abkühlen bereitzustellen (Sprinkleranlagen und Dusche bei der Bootshalle, Möglichkeit unmittelbar nach der Zieldurchfahrt abgeduscht zu werden) als auch den Zeitplan so anpasste, dass die Rennen am Morgen/Vormittag stattfanden, was zwar eine frühe Tagwache bedeutete (Rennbeginn am Samstag 6:55 Uhr, am Sonntag 6:30 Uhr), die von allen aber gerne angenommen wurde. Nichtdestotrotz war die Hitze v.a. für die späten, bereits in die Mittagszeit fallenden Rennen grenzwertig (am Sonntag wurden in Wien in der Stadt 40 ° C gemessen, ein jeweils am Vormittag aufkommender leichter bis mäßiger Wind auf der Regattastrecke linderte die Hitze ein wenig).

 

Frauen Leichtgewichts-Einer (maximales Körpergewicht 59 kg, Wettkampfdistanz 2000m)

Rita Grill sorgte für eine Goldmedaille für Bregenz – diese war zwar bereits vor dem Rennen festgestanden, da Rita in der Leichtgewichts-Klasse leider keine Konkurrentin hatte, dennoch ruderte sie v.a. am Sonntag einen guten Wettkampf. Das Rennen wurde gemeinsam mit der offenen Klasse ausgetragen, insgesamt waren 12 Boote dabei. Am Samstag im Vorlauf musste Rita bei 12 Booten noch mit dem 6. Rang vorlieb nehmen, im sonntägigen B-Finale konnte sie sich aber den 2. Rang hinter der Ruderin des Taiwanesischen Ruderverbands Ching-Yang Wen sichern und blieb damit u.a. vor Alessia-Maria Gabor (WSV Ottensheim) und Kristine Paraon (Philippinischer Ruderverband), gegen die sie im Vorlauf noch das Nachsehen hatte.

 

Schülerinnen A Einer (Jahrgang 2012/13, Wettkampfdistanz 1000m)

Nachdem Leyla Scherer-Özcan zuletzt bei den Schweizer Regatten in Sarnen und am Greifensee wertvolle Regatterfahrung sammeln konnte, stellte sich in Wien die Frage, ob sie ihre gute Leistung von der EUROW Ottensheim im Mai wiederholen könnte. Bei 19 startenden Booten wurde die Finaleinteilung für den Sonntag mittels Time Trial am Samstag ermittelt. Leyla ruderte einen sehr guten Time Trial, belegte den 2. Rang und blieb dabei nur 1,45 s hinter der EUROW-Siegerin Lilo Hager (RV Albatros Klagenfurt). Im Finale am Sonntag machte die Klagenfurterin aber von Anfang an klar, dass sie an diesem Tag nicht zu schlagen war und gewann das Finale mit klarem Vorsprung. Bei Leyla machte sich bei leichten Wellen doch noch bemerkbar, dass sie noch nicht einmal ein Jahr rudert und im wackligen Einer noch die eine oder andere Unsicherheit dabei ist – sie lieferte sich einen spannenden Kampf mit Lucie Nader (Wiking Linz), den sie v.a.  auf den letzten 250 m um knapp 2 s für sich entschied und holte sich wie in Ottensheim die Silbermedaille.

 

Juniorinnen B Einer (Jahrgang 2010/11, Wettkampfdistanz 1500m)

2 Bregenzerinnen waren in diesem Rennen mit 19 Booten am Start. Der Time Trial am Samstag fand als letztes Rennen des Tages zu Mittag bei brütender Hitze statt, die Finalläufe am Sonntag wurden aber auf die Morgenstunden vorgezogen.

Für Madeleine Stenzel waren die Wochen seit der EUROW Ottensheim sowohl wegen der Enttäuschung nicht für die Olympic Hopes Regatta berücksichtigt worden zu sein als auch krankheitsbeding schwierig gewesen, weshalb sie nur sehr wenig trainiert hatte. Nach einem 3. Rang im Time Trial und damit der Qualifikation fürs A-Finale ruderte Madeleine in diesem vom Start weg vorne mit, führte auf den zweiten 500m auch eine Zeit lang, bevor sich das in letzter Zeit fehlende Training am Ende doch bemerkbar machte und sie noch von Christin Ciara Cemper und Daria Nemchenko (beide Donau Wien) überrudert wurde. Den 2. Rang um nur 0,37 s zu verlieren war zwar etwas ärgerlich, die gezeigte Leistung mit der Bronzemedaille angesichts der Vorgeschichte aber eigentlich eine kleine Sensation.

Lilli Sinz hatte in den letzten Wochen dagegen technisch einen Schritt nach vorne gemacht. Sie ruderte einen guten Time Trial – der 9. Rang bedeutete für den Sonntag das B-Finale. In diesem bestätigte Lilli ihre Leistung vom Vortag – nach 500m noch auf Rang 2 gelegen ruderte sie nach engem Kampf mit Romy Hager (Albatros Klagenfurt) um den 3. Rang schließlich 0,42 s hinter dieser auf den 4. Rang und somit den 10. Gesamtrang.

 

Schüler B Einer (Jahrgang 2014 und jünger, Wettkampfdistanz 500m)

Das neueste und jüngste Mitglied der Wiking-Rennmannschaft ist Konstantin Baschnegger, der in Wien an seiner ersten Regatta teilnahm, auch wenn er bisher im Training noch kaum Einer gerudert war. Diesen Umständen entsprechend schlug sich Konstantin in diesem (aufgrund der Hitze) nur am Samstag ausgetragenen Rennen wacker und ruderte auf den 4. Rang.

 

Schüler A Einer (Jahrgang 2012/13, Wettkampfdistanz 1000m)

Christoph Baaken-Buchrieser zeigte bei einem Starterfeld von 33 Booten am Samstag im Time Trial eine gute Leistung: Bei den letzten Regatten (EUROW Ottensheim und Sarnen) hatte er seine Kräfte während des Großteils des Rennens für einen sehr schnellen Endspurt gespart, dieses Mal ruderte er vom Start weg ein gutes Tempo und erreichte den 8. Rang und damit das B-Finale (bei der EUROW Ottensheim hatte er noch das C-Finale gewonnen). Im B-Finale fand sich Christoph nach dem Start bald auf dem 3. Rang wieder, im Endspurt wehrte er noch einen Angriff von Matteo Nußbaumer (Seewalchen) ab, womit es beim 3. Rang (9. Gesamtrang) blieb.

 

Junioren B Doppelzweier (Jahrgang 2010/11, Wettkampfdistanz 1500m)

Für Fidelio Balcz/Moritz Röser verlief die Wiener Regatta nicht nach Wunsch. 13 gemeldete Boote bedeuteten 3 Vorläufe, allerdings starteten schließlich nur 12 der Boote. Ein 3. Rang im 2. Vorlauf bedeutete für Fidelio/Moritz das B-Finale am Sonntag. Dort konnten die beiden zwar das 2. Boot des RV Wiking Linz (Dawari/Diplinger) hinter sich lassen, mit dem 5. Rang und damit dem 11. Gesamtrang waren sie aber verständlicherweise nicht zufrieden.

 

Junioren B Einer (Jahrgang 2010/11, Wettkampfdistanz 1500m)

Bei 17 startenden Booten sollten die Finalläufe eigentlich durch Vorläufe ermittelt werden, da aber offenbar späte Abmeldungen erfolgten, stand ein Time Trial auf dem Programm. Lorenz Speckle ruderte im Time Trial verhalten los und steigerte sein Tempo erst im Endspurt deutlich – der 13. Rang bedeutete für Sonntag das C-Finale. Dort ruderte Lorenz von Anfang an ein gutes Rennen, das er überlegen gewann – Gesamt-Rang 13.

Gesamtergebnis VIRR 2026